Entgegen der Meinung vieler, erstmal etwas zur Aufklärung. Ein Leopardgecko macht keinen Winterschlaf und fällt schon gar nicht in eine Art Winterstarre. Sie halten eine Winterruhe und auch im Terrarium sollte man ihnen die Möglichkeit dazu geben. 
Eine durchgeführte Winterruhe trägt entschieden zur Gesundheit der Geckos bei und fördert sogleich auch die Paarungsbereitschaft und Aktivität in der nächsten Saison. Zur Durchführung einer korrekten Winterruhe sollte man einiges beachten, damit sie auch wirklich gesundheitsfördernd ist und nicht ins Gegenteilige verfällt.

Grundsätzlich gilt: 
1. Eine Winterruhe darf nur bei absolut gesunden und gut genährten Tieren durchgeführt werden. Hierzu auch vorher eine Kotprobe auf Parasiten untersuchen lassen.

2. Eine Winterruhe darf nur bei völlig entleertem Darm der Tiere durchgeführt werden. Etwaige Rückstände könnten im Verdauungstrakt anfangen zu gähren.

3. Eine Winterruhe sollte nur dann durchgeführt werden, wenn sie über die Dauer von 3-4 Monaten eine örtliche Gelegenheit haben, in denen es nicht kälter als 8°C und wärmer als 15°C wird.

Bei mir sieht die Winterruhe folgendermaßen aus: 

 1. Anfang November wird eine Sammelkotprobe meiner Tiere zum Tierarzt gebracht oder an die GeVo oder Exomed geschickt, um sie auf eventuelle Parasiten untersuchen zu lassen.
2. Ist diese Kotprobe in Ordnung, werden die Tiere Mitte November ein letztes Mal ordentlich gefüttert. Dabei wird darauf geachtet, dass jedes Tier frisst und keine Futtertiere im Terrarium zurückbleiben.
3. Mit dieser letzten Fütterung regele ich die Beleuchtung langsam innerhalb der nächsten 2 Wochen von 12 auf maximal 6 Stunden pro Tag zurück. Die Tiere werden jetzt schon deutlich inaktiver. Die Temperaturen pegel ich auf etwa 20-22°C ein.
4. Bis Anfang Dezember hat sich jetzt jedes Tier vollständig entleert. Da ich im Terrarienzimmer nicht die tiefen Temperaturen erreiche, die zur Winterruhe nötig sind, setze ich die Tiere in Gruppen zu je 3 Tieren in Plastikboxen um. Diese Boxen sind mit einem luftdurchlässigen Deckel verschliesbar und nur mit Zewa ausgelegt und enhalten 1-2 Höhlen, sowie ein Wasserschälchen. Speziell beleuchtet wird jetzt nicht mehr. Das Tageslich durch die Fenster ist ausreichend, denn die Boxen sind transparent.
5. Jetzt werden die Boxen an einen Ort gestellt, wo erstens Ruhe herrscht und der zweitens Temperaturen um die 15-18°C aufweist. Dort bleiben sie etwa 1 Woche. 
6. Nach Ablauf dieser Woche kommen die Boxen in den Keller. Dort herrschen in einem Raum im Winter Temperaturen um die 10°C. Hier verbleiben die Boxen ca. 2,5-3 Monate. 
7. Mitte bis Ende Februar geht das alles wieder in umgekehrter Reihenfolge. Die Boxen kommen wieder in einen etwas wärmeren Bereich für eine Woche. Danach an einen noch etwas wärmeren (ca. 20°C) Ort für eine Woche. Nach dieser weiteren Woche werden die Tiere wieder in die Terrarien gesetzt und die Temperaturen wieder normal hochgefahren.
8. Mitte März, nachdem die Temperaturen im Terrarium seit einer Woche wieder normale Werte für Leopardgeckos haben, darf langsam wieder gefüttert werden. Ganz wichtig ist jetzt die Vitamin- und Mineralienversorgung der Tiere. 
Da das ganze wie bereits besprochen eine Winterruhe und kein Winterschlaf ist, kann es hin und wieder einmal vorkommen, dass die Tiere aus den Höhlen kommen und trinken oder sich die "Beine vertreten". Während dieser Zeit sind die Tiere in Ruhe zu lassen. Nicht herausnehmen oder Sonstiges und auf keinen Fall füttern. 
Ich selber nutze die Winterruhe der Tiere und die damit verbundenen leeren Terrarien zur kompletten Grundreinigung der Anlage und für anfallende Reparaturmaßnahmen.

Für alle die Interres an Geckos haben , stell ich hier einige kleine Infos zur 

Verfügung .

Im Vordergrund dieser Seite stehen die Leopardgeckos ,

welche ich zum größten Teil hier auch mit zum Verkauf anbiete.

Auf Anfrage ist auch Tausch möglich.

Die Preise sind verhandelbar .

 

Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien

 

 

 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen; er darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 des Tierschutzgesetzes). 
Deshalb müssen vor dem Kauf eines Reptils Kenntnisse über die Biologie der betreffenden Art und die sich daraus ergebenden Haltungsanforderungen erworben sowie ein Terrarium für seine artgemäße Haltung vorbereitet werden. Dem Erwerb von Nachzuchten ist grundsätzlich der Vorzug zu geben.